Lucy Luder und ...

Die Serie

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Die Serie um Lucy Luder von Oliver Bendel ist "experimentelle" und "mediale" Literatur. Die digitalen Medien werden integriert, zitiert und kritisiert. Lucy recherchiert mit Hilfe von Wikipedia und wundert sich über manche Einträge. Sie erwähnt Websites und Projekte, die sie wichtig und gut findet. Die virtuelle und nichtvirtuelle Realität ist fester Bestandteil der Fiktion. Es schreibt nur einer, aber er bezieht viele mit ein. Man kann sich sogar in die Romane einkaufen, mit einem symbolischen oder realen Beitrag, aber nur, wenn man gemeinnützig im besten Sinne ist. Ein Detektivroman im 21. Jahrhundert kann so aussehen. Muss er aber nicht. Auf jeden Fall ist er eine Form des Underground Mainstream. Und eine Form des Handyromans. Handyromane made in Europe. Die die Tradition in Japan kennen, aber nicht unbedingt fortsetzen. Lucy Luder ist eine 20-jährige Jurastudentin in Berlin und betreibt in ihrer WG in Charlottenburg ein Detektivbüro. Ihre Mitbewohnerinnen Nadine und Tina verfolgen ihre Aktivitäten mit Skepsis und Ironie. Lucy löst ihre Fälle immer unkonventionell und nicht immer vollständig. Sie bewegt sich durch ihre dahinrasende Zeit, manchmal langsamer, manchmal schneller als diese. Notebook und Internet sind keine Technologien für sie, sondern Teil ihrer natürlichen Umwelt. Sie ist Überzeugungstäterin im Auftrag ihrer selbst. Das Leben fügt ihr einige Wunden zu. Sie leckt sie und macht weiter.

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